700 v. Chr. – 1799

ZeitBegebenheitQuelle
700-500 v. Chr.Durch archäologische Funde wurde auf dem Kirschberg und am Bach Krummhals eine Siedlung der jüngeren Bronzezeit und der Latenezeit nachgewiesenEO1/1
0-180 n. Chr.Archäolog. Funde der späten römischen Kaiserzeit auf dem KirschbergEO1/1
600-700Sorbisch-wendische Familien aus Kühnau bauen auf dem Kirschberg ihre Häuser, wie lange diese Ansiedlung bestand, ist nicht bekanntNJ21
872Im Sommer war eine große Hitze, man konnte durch Saale und Elbe gehenAV1876/114
Ca. 1050Die Orte Mosigkau, Reppichau, Reust und Alt-Ziebigk müssen den Zehnten an die Urpfarrei Kühnau zahlenCG16
1147Zum Zehntbezirk der Kühnauer Kirche gehörte u.a. vermutlich auch Alt – ZiebigkDK90/85
1162Zum Burgwart Kühnau gehört auch Alt - ZiebigkMI99/58
Ca. 1200Die Ritterfamilie von Wallwitz hat ihren Besitz um Dessau und im FlämingWA6
1213„Der Lork“, ein Nebenarm der Mulde, soll unterhalb von Kleutsch nach Westen fließen, durch die „Hohe Lache“ und nord-westlich von Groß Kühnau in die Elbe mündeGK17
13./14. Jh.Durch verschiedene Umstände, wie Überschwemmungen, Pest, Kriege u.a., gehen von 31 Siedlungen im Stadtgebiet von Dessau 24 unter, so auch Alt-ZiebigkDS29
1317Bei dem großen Hochwasser hat die Mulde ihr jetziges Bett bekommen, der Muldearm über „hohe Lache“, „tiefe Lache“ auch “Dorfgraben“ und Kühnauer See, versiegteEO5A1
1318-24Nach schweren Hochwasser ändert die Elbe ihren Lauf zwischen Rosslau und Aken, vorher floß sie nahe an Kühnau vorbeiCG15
um 1450Dessau hat ein Stapelrecht von Gütern an der ElbeFR07
1461Nach "Wäschke" war die Czibbiker Marke zwischen Elbe und Dessau ein Lehn derer von Walwitz und LatorffEO7A3
1461Die Stelle, wo Alt-Ziebigk war, wird als eine schon seit langem wüste Mark Zibbick, Czibbicker oder Zeybick bezeichnetNJ22, DÄ1
20.3.1461In einer Urkunde bestätigt Hans v. Latorff den Verkauf der Hälfte einer Breite an der Czibbicker Marke, gelegen zwischen der Elbe und Dessau, an die Fürstin Anna von Anhalt. Das ist die 1. urkundliche Nennung des Namens Ziebigk.RE273
14.8.1461In einer Urkunde bekennt die Fürstin Anna zu Anhalt, daß sie den in der Urkunde vom 20.3.1461 genannten Acker halb Czibbicker für Johannes Buchener und mit dessen Geld gekauft habeRENr.594
13.8.1494In einer Urkunde steht: Hans, Kuno und Jacob von Latorff, Gebrüder, geloben den von den Fürsten Georg und Ernst von Anhalt über die halbe Zeibigker Mark erhaltenen Lehenbrief unverändert zu haltenRENr.1309
1529Damit nicht zu viel Getreide außer Landes geht, wurde der vom Getreide erhobene Elbzoll von einem Heller auf einen Pfennig böhmisch für den Scheffel erhöhtGE356
1549In dem Landregister des Urban Parys wird die Ortsstätte Czibbicker als unbesetztes und wüstes Dorf bezeichnetNJ22
1549Die Herren von Walwitz verpachten dem Dessauer Bürger, Ackermann und Brauer Valtin Krüger Acker auf Zibbicker MarkNJ23
1549Nach Urban Parys Landregister hatten die Ritter von Wallwitz in Dessau einen Sattelhof am Geisthof (Kristallpalast) und größere Ländereien an Mulde und Elbe, darunter am PeiskerAD62
1569Esche von Walwitz verkauft sein Haus vor dem Zerbster Tor ohne den Grundbesitz, u.a. hinter den Grasehöfen auf der Ziebigker Mark und dem BeckerbruchEO1/5
1570Im Februar war so ein großes Elbhochwasser, dass es einer kleinen Sintflut glichAV1876/116
1579Es läßt sich ein Ackerstück vor dem Zübbicker nachweisenNJ23
1586Ft. Joachim Ernst belehnt den Esche von Walwitz mit:„2 Hufen im Schwarzen Lande, die Braunschelache, den Luse Plan (Lauseplan) mit einer Holzmarke an Pizschkers Gerinne (Peiskerrinne), den Zibbicker mit Gerichte und Ungerichte, eine Holzmarke über dem Reinichen“ u.a.NJ23
1610An der Elbe, in der Nähe des Kornhauses, wurden jährlich 2956 Wispel Getreide verladenEO7A14
Ca. 1650Die Dessauer Fährstelle befand sich wahrscheinlich nördlich des Peisker, auf diese Weise wurde das doppelte Übersetzen über Mulde und Elbe gespartDC11/360
Ca. 1650Fürst Kasimir lässt die beiden Kienheiden durch seinen Bereiter Johannes Danes aus Kienäpfeln ansäen, um den dort liegenden Flugsand von den Feldern fernzuhaltenDC5/143
17.7.1667Das von Fürst Johann Georg II. zu Anhalt errichtete Elbhaus wird dem 1. Pächter Johann Kaspar Heubert (Haupt) übergeben. Im 1. Jahr muss er 40 Taler Pacht zahlen. Er hat die Aufgabe, den Wegezoll und den Elbzoll einzutreiben, außerdem die Gaststätte zu führen und den Fährbetrieb über die Elbe vorzunehmen.HB626
1690Errichtung einer Ziegelei unweit der Wallwitzburg durch den in Dessau lebenden Münzmeister Christoph Pflug. In der Nähe wurde mit dem Abbau von lehmhaltigem Schwemmsand begonnenLDZ
Um 1700Der Streitheger ist noch eine richtige Insel, zwischen Streitheger und dem Ufer strömt die Alte ElbeZW6/12
1707/08Beginn der Eindeichung der Elbe durch
Leopold I.
WA7
1707Nach einer Karte von Schuchardt gab es in der Ziebigker Mark eine SchäfereiEO1/5
1717Fürst Leopold erwirbt den größten Teil der Ziebigker Mark von Christoph Henrich v. Walwitz, er war der letzte Erbherr vom Ziebicker, Leopold läßt eine Schäferei einrichtenDÄ1, DK13/25
1717Wird die „fürstliche Schäferei in dem Ziebigker“ genannt, Schafmeister ist Gottfried Pasch (Nach DK13/25 vor 1717)SS/10,NJ130
1728-1743Ziebigk, Großkühnau, Kleinkühnau und Alten gehören zur Parochie TörtenEO1/5 TÖ15
1729Die Fähre über die Elbe an der jetzigen Einfahrt in den Rosslauer Hafen besteht nochGK25
1729In einer Karte ist westlich der heutigen Gaststätte "Kornhaus" ein kleines Wohnhaus für den Forstläufer eingezeichnetZW6/24
Um 1730Fürst Leopold 1. läßt den Kornspeicher an der Elbe erbauen, er hat 3 Etagen und 2 DachbödenHerr Erfurth
1735 - 1738Erneute weitere umfangreiche Deichbauten zum Schutz der Äcker und SiedlungenDK09/117
1739Der Streithäger kommt zu Anhalt-Dessau, gehörte zuvor zu Anhalt-ZerbstZW6/12
Um 1740In der alten Brunnenstraße entstehen 4 DrescherhäuserFR16
1740Das Kornhaus diente vorrangig den Bedürfnissen des Getreideexports (siehe: um 1756)ZW6/20
1742Ft. Leopold I. legt für seinen Sohn Prinz Moritz ein Vorwerk (Freigut) an, das Vorwerk zum Zibicker oder Ziebecker, auch das Hochfürstliche Gut in ZibickerEO1/10LK528
Um 1742War der Streithäger noch eine InselEO7A24
ab 1743Kamen Alten, Kochstedt, Großkühnau, Kleinkühnau, Niesau und Ziebigk zur Parochie Alten, ( nach Museum Alten ab 1767), (nach NJ139 umfaßt Gesamtparochie Großkühnau: 1. Kirchspiel Großkühnau nur mit Ziebigk, 2. Kirchspiel Alten mit Kleinkühnau und Kochstedt)EO1/5A2/26
1743Bau des Pächterhauses, das älteste Haus in Ziebigk, der 1. Pächter ist Ernst KreutzbergGD20EO1/10
1746Die Georgenallee vom Bahnhof bis zur Querallee hieß Fürstensteg oder FürstenwegZW24/3
nach 1746An der Georgenallee, in Höhe des Dorfes Ziebigk, stand eine fürstliche ZiegelscheuneZW24/3
1748Das Gut des Prinzen Moritz auf dem Ziebicker ist 17 Hufen und 29 1/2 Morgen großDK90/44
1748Johann Ernst Kreutzberg ist Pächter auf dem Gute Ihrer Durchlaucht Prinz Moritzens Ehefrau in ZiebigkNJ132
28.1.1748Fürst Johann Georg geboren, Gründer des GeorgiumsDP55
1756Das kleine Wohnhaus südlich des Kornspeichers wird abgerissen und für den Verwalter größer erbaut. Um 1940 wird es abgerissenZW24/3
1760Dem Gut gegenüber standen 10 DrescherhäuserDK89/47
1760Nach Prinz Moritz Ableben gehört das Gut in Ziebigk dem Prinz EugenNJ133
1760Das Elbhaus wird an den Gastwirt Jacob Fritze (Fritsche) aus Gommern für 325 Taler verkauftAA3.3.34
1765Das Vorwerk „zum Zibicker“ mit 30 – 60 Anwohnern wird vom Fürst Franz zur Ortschaft ernanntZW24/5
EO5A8
17.5.1765Das „Klapperschiff“ legt am Ufer der Elbe an. Es war mit hölzernem Kram und mit Nürnburger Spielwaren für die Kinder beladen, es hatte stets guten ZuspruchAS7.7.1883
1766In den Kirchenbüchern taucht zum ersten Mal der Name Kornhaus aufNJ117
1767-1889Der Pfarrsprengel Alten besteht aus folgenden drei Kirchspielen: Alten mit Kochstedt, Großkühnau mit Kleinkühnau und Ziebigk, Törten mit NiesauTÖ15
1768Ziebigk war eine Dorfschaft mit dem 1. Ortsrichter Georg BägeSS/10
1770In Ziebigk wohnen 18 Familien mit 30 – 40 Einwohnern in 13 HäusernEO1/27
Ab 1770Werden die Namen „die Zibicker Häuser“ und „die Häuser beim Ziebecker“ durch den häufiger gebrauchten „auf dem Ziebigk“ oder „im Ziebigk“ ersetztLK528
1770/80Die Poststraße von Dessau nach Zerbst führt über Neuwilknitz, Ziebigk und mit einer Fähre über die Elbe, die Fähre befindet sich kurz vor der heutigen Einmündung in den Rosslauer HafenGK20
4.11.1771In einer Urkunde leiht Prinz Albrecht den Kühnauer Bauern Christoph Huth, Andreas Möbes und Georg Diener u.a. von der Seebreite, die in den zu dem Vorwerke Ziebeck behörigen Äcker eingeschlossen ist, von der Seewiese an gerechnet, das 1., 3., 6. Los; von derjenigen Breite aber, die von dem Ziebeck längs der Frickenlache nach Kühnau herauf läuft, und zwar von dem Ziebeck an gerechnet das 3., 4., 9., 10., 14., 17. Los;So kam das Gut völlig auseinander. An den Vorgang von 1771 aber erinnert heute noch die Namen der Feldlagen in Ziebigker Mark und Große Loos
6.3.1780Order des Fürsten Leopold Friedrich Franz zum Beginn der Gestaltung des Georgengartens durch den Prinz Johann Georg, dem Hofgärtner Friedrich Eyserbeck, Bauten von Friedrich Wilhelm von ErdmannsdorffSS/18,
AA6.3.31
1780Prinz Johann Georg läßt den späteren Kirschberg mit Kirschbäumen bepflanzen, sie brachten aber keinen ErtragNJ22
1781Nach dem Ableben von Prinz Eugen fällt das Gut in Ziebigk an Fürst Franz zurückNJ133
1781Errichtung des Schlosses GeorgiumUS283
1782, OsternErhielt der Mollfänger (Maulwurffänger) Gottfried Salomon zu seiner Mietwohnung neben dem Kornhaus zwei Morgen AckerEO7A14
Zwischen 1785 und 1788Errichtung des Wallwachhauses „Hugos Sitz“, es befand sich nördlich des Obelisk am Ochsenwall, 1945 wurde es zerstörtEO7A5
1786
Ein großes Hochwasser der Elbe verursacht viel Schaden
FS56
1786Das Vorwerk wird aufgelöst, ein Teil des Ackers wird an neun Großkühnauer Anspänner gegen einen Erbzins von je 4 Talern, 2 Groschen und 11 Pfennigen abgegebenEO5B54,NJ133
1786Der Hochwasserdamm im Beckerbruch wird errichtet, dadurch ist auch Ziebigk besser geschütztZW24/41
1787Der Rest des Ziebigker Gutes wird als Freigut an Christian Möbes verkauftNJ134
1787Nach einer Volkszählung hat Ziebigk 58 Einwohner in etwa 13 HäusernDK63/50
1787In der Kirchstr. 15/17entsteht ein Anspännergut, 1. Besitzer war Martin Möbes , ihm folgte WurzlerEO5B55
1792Der Elbpavillon wird als Wallwachhaus errichtet, entworfen von ErdmannsdorffDV18
1795Fürst Franz läßt den Obelisk am Ochsenwall errichten, er soll als Landmarke auf die Walldurchfahrt hinweisenDV49
1799Bei dem gewaltigen Hochwasser konnte der Wall am Peisker, vom Wallwitzberg bis zur Pyramide, nur mit großer Not durch Aufkastungen gehalten werdenDC11/343